Schule für Gesundheit "Gesundheitspartner"

 

Der Heilpraktiker


 

Der Heilpraktikerberuf ist neben dem Beruf des Arztes der zweite, in Deutschland zugelassene, allgemeine freie Heilberuf.

 

Alle anderen Gruppen, wie z.B. Physiotherapeuten und Masseure, dürfen keine Diagnose stellen und eine Behandlung nicht eigenständig ausüben. Sie sind an eine Weisung von Ärzten oder Heilpraktikern gebunden.

 

 

Heilpraktiker/innen arbeiten in einer langen Tradition naturheilkundiger Frauen und Männer.


Grundlage für Ihre Tätigkeit ist das Wissen um die jedem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte, die es zu fördern, zu unterstützen und zu stärken gilt.

 

 

 


 

Der Heilpraktiker hat in erster Linie die Aufgabe, die individuellen gesundheitlichen Bedürfnisse der Bürger, über das Angebot der offiziellen medizinischen Bedarfsdeckung des Gesundheitswesens hinaus, ergänzend und alternativ zu erfüllen..
Damit erfüllt er auch eine gesellschaftliche Aufgabe: Er verhindert in den ihm eigenen Bereichen gesundheitlicher Versorgung eine unserer demokratisch pluralistischen Gesellschaft unangemessene Monopolstellung der institutionalisierten Medizin und bildet praktisch eine Regulativfunktion, in dem durch sein Wirken nicht nur die Therapiefreiheit sinnvoll gewahrt wird, sondern auch die Wahlfreiheit des Bürgers nach einem von ihm persönlich bevorzugten Therapeuten.
Diese soziologische Funktion erfüllt der Heilpraktiker als eigenständiger Behandler unabhängig davon, ob einige seiner Therapien die wissenschaftliche Anerkennung erlangen und/oder Eingang in die allgemeine Medizin finden. Außerdem vervollständigt er das Spektrum naturheilkundlicher Verfahren über evtl. auch von der wissenschaftlichen Medizin übernommener Methoden hinaus und leistet mit diesem Angebot wiederum einen unverzichtbaren Beitrag zur Therapiefreiheit und Therapievielfalt.
Darüber hinaus erfüllt der Heilpraktiker durch seine ihm eigene Art der Heilkunde auch Aufgaben für die Volksgesundheit, in dem er seine Patienten grundsätzlich zu einer gesunden Lebensweise, speziell im Bereich der Ernährung, anhält.
Weiterhin ist ihm, besonders in Zeiten wissenschaftlichen Dogmatismus der Medizin, die Aufgabe zugefallen, Bewahrer der traditionellen und reinen Naturheilkunde zu sein. Der Heilpraktiker hat die Pflege der Tradition dieses wichtigen Kulturgutes unseres Volkes übernommen und hält dieses bis auf den heutigen Tag in Theorie und Praxis lebendig, besonders in Bereichen, die von der offiziellen Medizin dogmatisch verdrängt oder ignoriert werden.

 

 

 

 


 

 

Berufsaussichten 

Für Heilpraktiker und für Heilpraktiker Psychotherapie
  

Bei dem weiterhin steigenden Interesse der Bevölkerung an natürlichen und alternativen Heilweisen, bei Nutzung der gebotenen Möglichkeiten zur Werbung und insbesondere, wenn entsprechende Therapieerfolge eintreten, sind die Grundlagen der Praxis und das Einkommen der Heilpraktiker/in nach der Praxisgründungsphase von 1-2 Jahren gesichert.

 

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit ist dann mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 35.000 bis 40.000 Euro zur rechnen (Blätter zur Berufskunde).

 

 


 

 

Berufsausbildung

 

Die Berufsausbildung für den Beruf ist rechtlich nicht geregelt, sie läßt also der Eigeninitiative des Berufsanwärters breiten Raum. 

 

Entsprechend findet sich eine Vielzahl von Ausbildungswegen,die auf die unterschiedlichen zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten der Berufsanwärter Rücksicht nehmen.  

Alle Ausbildungen gehen aber von einer Bereitschaft der Anwärter zu intensivem unterrichtsbegleitenden Lernen aus. Ohne diese Bereitschaft ist eine verantwortungsvolle Ausbildung nicht zu gewährleisten.  

Die gesetzlichen Bestimmungen regeln zwar nicht die Ausbildung, festgelegt sind aber die Inhalte der amtsärztlichen Überprüfung. Diese Inhalte beziehen sich schwerpunktmäßig auf schulmedizinisches Wissen und hier besonders auf Fragen der Erkennung von Krankheiten sowie auf rechtliche Rahmenbedingungen der Berufstätigkeit. Sie bilden entsprechend den Rahmen unserer Ausbildung.  

Zusätzlich werden wichtige Naturheilverfahren eingeführt bzw. vorgestellt, um ein Fundament für die spätere praktische Tätigkeit zu legen.  

Die Ausbildung findet über einen Zeitraum von 36 Monate (= 6 Semester) an je einem Termin in der Woche statt.( Vollheilpraktiker)  

 

Die Ausbildung HP Psychotherapie findet 12 Monate statt   

 

 


 

 

 

Um den Lernerfolg zu gewährleisten, sollten Sie ergänzend zu den Unterrichtsstunden wöchentlich 3-4 Stunden für die häusliche Vor- und Nachbereitung einplanen. Diese Arbeiten werden Ihnen durch umfangreiche Skripte und Fragenkataloge erleichtert, die im Unterricht zur Verfügung gestellt werden.